Vinted vs. Depop vs. Poshmark vs. eBay: Wo du deine Kleidung mit dem meisten Gewinn verkaufst

Aktualisiert am 19. Juni 2026

Die Wahl der richtigen Plattform entscheidet darüber, ob du etwas schnell weiterverkaufen kannst oder es zum Ladenhüter wird. Dieser Leitfaden analysiert die vier großen Reselling-Apps für Kleidung – Vinted, Depop, Poshmark und eBay –, damit du genau weißt, wo du jedes Kleidungsstück für den schnellsten Verkauf und die größte Gewinnmarge anbieten solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vinted hat 0 % Verkäufergebühren und ist damit die profitabelste Plattform, besonders für günstigere Artikel.
  • Depop ist der König für Vintage und Streetwear und zielt auf ein Gen-Z-Publikum ab, das Wert auf Ästhetik legt.
  • Poshmark verlangt eine hohe Gebühr von 20 %, ist aber unübertroffen für den Verkauf beliebter, moderner Marken an Millennial-Frauen.
  • eBay bietet die größte Reichweite und ist ideal für Nischenprodukte, Sammlerstücke und gefragte Markenartikel wie Sneaker und Jacken.
  • Stimme den Artikel immer auf das Kernpublikum der Plattform ab, um schneller und zu einem besseren Preis zu verkaufen.

Das Fazit: Ein direkter Gebührenvergleich

Die Gebühren sind der größte Einzelfaktor für deinen Nettogewinn. Eine Provision von 20 % im Vergleich zu 0 % kann über ein Jahr einen Unterschied von Tausenden von Euro ausmachen. So schneiden die Plattformen in 2026 ab.

**Vinted: Der Gewinn-Maximierer (0 % Verkäufergebühr).** Bei den Gebühren ist Vinted der unangefochtene Sieger. Verkäufer zahlen absolut nichts – keine Provision, keine Einstellgebühr. Die Plattform verdient Geld, indem sie dem Käufer eine obligatorische „Käuferschutz“-Gebühr berechnet (normalerweise 5 % des Artikelpreises plus ein Festbetrag). Das macht Vinted zur idealen Plattform, um deinen Gewinn zu maximieren, besonders bei günstigeren Artikeln, bei denen eine Pauschalgebühr deine Marge schmälern würde.

**Depop: Der Zweitplatzierte (~3.3 % Gebühr).** In den USA und Großbritannien hat Depop seine Verkaufsprovision von 10 % abgeschafft und berechnet jetzt nur noch die Zahlungsabwicklung. Das sind in der Regel etwa 3.3 % plus eine kleine Pauschalgebühr pro Transaktion. Damit ist die Plattform unglaublich wettbewerbsfähig und knapp hinter Vinted, sodass du den Großteil deines Verkaufspreises behalten kannst.

**eBay: Der Veteran (~13.25 % + Gebühren).** Die Gebührenstruktur von eBay ist komplexer. Für die meisten Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires kannst du mit einer Verkaufsprovision von etwa 13.25 % des Gesamtverkaufspreises (einschließlich Versand und Steuern) plus einer kleinen fixen Gebühr pro Bestellung rechnen. Obwohl das mehr ist als bei Vinted oder Depop, kann das riesige Publikum die Kosten für die richtigen Artikel rechtfertigen.

**Poshmark: Der Premium-Anbieter (20 % Gebühr).** Poshmark hat die einfachste, aber auch teuerste Gebührenstruktur: eine Pauschale von $2.95 für Verkäufe unter $15 und pauschal 20 % für Verkäufe ab $15. Diese hohe Provision bedeutet, dass du Artikel mit einer ausreichend hohen Marge finden musst, um die Kosten zu decken. Es ist oft die teuerste Plattform, aber die Nutzerbasis ist bereit, für Qualitätsmarken zu zahlen.

Kenne deine Käufer: Zielgruppe & Demografie

Einen Designer-Blazer auf einer Plattform voller Teenager anzubieten, die nach Y2K-Streetwear suchen, ist Zeitverschwendung. Deinen Artikel auf die richtige Zielgruppe abzustimmen, ist entscheidend für einen schnellen Verkauf.

**Depop ist für die Gen Z.** Das ist nicht verhandelbar. Ungefähr 90 % der aktiven Nutzer von Depop sind unter 26 Jahre alt. Sie sind trendbewusst, legen Wert auf Nachhaltigkeit und suchen nach einzigartigen Vintage- und Statement-Stücken. Stell es dir wie einen Instagram-Feed zum Shoppen vor, bei dem die Ästhetik und das Styling deiner Fotos entscheidend sind.

**Poshmark ist für Millennials, die Marken shoppen.** Das Kernpublikum von Poshmark sind Frauen im Alter von 25 bis 45 Jahren. Diese Käuferinnen sind oft berufstätig oder Mütter, die nach Angeboten für bestimmte moderne Marken wie Lululemon, Free People und Coach suchen. Sie suchen nach Marke und Größe, schätzen eine professionelle Präsentation und nutzen die sozialen Funktionen der Plattform wie die „Posh Parties“.

**Vinted zieht ein breites, preisbewusstes Publikum aus Millennials und Gen Z an.** Die Nutzer von Vinted sind hauptsächlich zwischen 18 und 35 Jahre alt und überwiegend weiblich. Sie suchen nach guten Angeboten für alltägliche Mode von der Stange (wie Zara und H&M) und Kinderkleidung. Das gebührenfreie Modell zieht Schnäppchenjäger an, erwarte also nicht, hier den Höchstpreis für Luxusartikel zu erzielen.

**Auf eBay findet man jeden.** Als ältester Marktplatz hat eBay das größte und vielfältigste Publikum. Hier findest du jeden, vom Sammler, der eine seltene Vintage-Levi's-Jacke sucht, bis zum Berufstätigen, der einen reduzierten Mantel von The North Face möchte. Das macht die Plattform zu einem großartigen Allrounder, bedeutet aber auch, dass du sehr spezifische Schlüsselwörter und Details in deinen Angeboten verwenden musst, um den richtigen Käufer anzuziehen.

Was verkauft sich auf welcher Plattform am besten?

Mehrere Anzeigen auf verschiedenen Portalen zu schalten ist schlau, aber bestimmte Artikel verkaufen sich auf einer Plattform praktisch garantiert schneller als auf anderen. Hier ist dein Spickzettel.

**Verkaufe auf Depop, wenn du Folgendes hast:** * **Echtes Vintage & Y2K:** Denk an Band-T-Shirts aus den 90ern, tief sitzende Jeans, Slip-Dresses und alles, was zu Ästhetiken wie #cottagecore oder #gorpcore passt. * **Streetwear:** Arbeitskleidung von Carhartt, Hosen von Dickies, Vintage-Windjacken von Nike oder Adidas und Stussy sind Dauerbrenner. * **Einzigartige, einmalige oder überarbeitete Artikel:** Alles mit einer starken visuellen Identität, das sich kreativ stylen lässt, wird sich gut verkaufen.

**Verkaufe auf Poshmark, wenn du Folgendes hast:** * **Moderne Kaufhaus- & Boutique-Marken:** Lululemon, Alo Yoga, Free People, Anthropologie, Madewell und Reformation sind Gold wert. Käufer suchen aktiv nach diesen Namen. * **Mittel- bis hochpreisige Designermarken:** Taschen von Coach, flache Schuhe von Tory Burch und Accessoires von Louis Vuitton verkaufen sich gut, da Käufer der Plattform bei diesen Käufen vertrauen. * **Athleisure & Sportkleidung:** Das ist die Top-Kategorie auf Poshmark. Marken wie Nike, Adidas und Vuori sind ständig gefragt.

**Verkaufe auf Vinted, wenn du Folgendes hast:** * **Alltags- & Fast-Fashion-Marken:** Zara, H&M, ASOS und sogar Shein oder Primark (besonders in Paketen) gehen wegen der niedrigen Preise schnell weg. * **Kinder- & Babykleidung:** Eltern lieben es, gebrauchte Kleidung zu kaufen, aus der ihre Kinder schnell herauswachsen. Pakete sind hier besonders effektiv. * **Alltagssportkleidung:** Hoodies, Leggings und Sneaker von Nike und Adidas verkaufen sich konstant.

**Verkaufe auf eBay, wenn du Folgendes hast:** * **Outdoor- & Arbeitskleidung:** Patagonia, The North Face, Carhartt und Levi's haben eine riesige Fangemeinde und erzielen hohe Preise. * **Sneaker:** Von Neuerscheinungen bis hin zu Vintage-Jordans – der Sneaker-Markt auf eBay ist riesig und bietet zuverlässige Echtheitsprüfungen. * **Nischen- & Sammlerkleidung:** Seltene Vintage-Stücke, Lederjacken und Artikel mit einer treuen Anhängerschaft verkaufen sich hier dank des Auktionsformats und der globalen Reichweite gut.

Cleverer einkaufen: Vor Ort die richtige Entscheidung treffen

Zu wissen, wo sich ein Artikel verkaufen wird, ist nur die halbe Miete. Das eigentliche Geld wird beim Einkauf gemacht – zu wissen, was man kaufen und was man im Laden lassen sollte. Ein häufiger Fehler ist, aufgrund eines bekannten Markennamens zu kaufen, ohne die aktuelle Nachfrage oder den Wiederverkaufswert zu kennen. Eine Coach-Tasche aus dem Jahr 2010 hat vielleicht nicht den gleichen Wert wie eine aus der letzten Saison.

Hier sind Echtzeitdaten ein entscheidender Vorteil. Wenn du im Secondhand-Laden vor einer Wand voller Jeans stehst, ist es unmöglich, die Verkaufsgeschwindigkeit für jede einzelne Marke und jeden Stil im Kopf zu haben. Eine App wie FlipTip AI kann deine Geheimwaffe sein. Du richtest die Kamera deines Handys auf eine Levi’s und sie zeigt dir sofort den geschätzten Wiederverkaufswert basierend auf lokalen Marktplatzdaten, wie schnell sie sich verkauft und ein klares Urteil: lohnt sich oder liegen lassen. Das macht Schluss mit dem Raten, bewahrt dich vor Ladenhütern und hilft dir, die Artikel mit hoher Gewinnspanne zu entdecken, die andere Reseller vielleicht übersehen.

Fazit: Deine Strategie für die richtigen Verkaufsplattformen

Es gibt nicht die eine „beste“ Plattform. Die cleversten Wiederverkäufer nutzen eine Strategie über mehrere Plattformen hinweg und sehen jede App als Werkzeug für einen bestimmten Zweck.

Bestimme zuerst die Kernzielgruppe des Artikels. Ist es ein trendiges Y2K-Crop-Top? Das ist ein Fall für Depop. Ein klassischer J.Crew-Blazer? Poshmark. Ein Paket mit Babykleidung? Vinted. Eine seltene Vintage-Lederjacke? eBay.

Bei alltäglichen Artikeln, die auf mehrere Plattformen passen (wie ein Nike-Hoodie), solltest du die Gebühren berücksichtigen. Am meisten Geld behältst du auf Vinted, dicht gefolgt von Depop. Wenn ein Artikel ein paar Wochen liegt, überlege, ihn auch auf einer anderen Plattform anzubieten, um ein neues Publikum zu erreichen. Der Trick ist, sie nicht als Konkurrenten zu sehen, sondern als verschiedene Schaufenster für verschiedene Kunden. Bevor du etwas kaufst, gewöhne dir an, den echten Wiederverkaufswert zu prüfen. Ein schneller Scan mit FlipTip kann dich vor einem Fehlkauf bewahren und bestätigen, wenn du einen verborgenen Schatz gefunden hast.

Nicht raten – wissen, was es wert ist

Scanne jeden Artikel mit FlipTip und sieh sofort, wofür er tatsächlich verkauft wurde, deinen möglichen Gewinn und ein klares Urteil: kaufen oder liegen lassen.

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FAQ

Welche Plattform ist für Reselling-Anfänger am besten geeignet?

Vinted ist für Anfänger oft am einfachsten, da die Benutzeroberfläche simpel ist und keine Verkäufergebühren anfallen. So entfällt der Druck, komplexe Provisionen zu berechnen. Du behältst 100 % deines Verkaufspreises, was den Einstieg sehr unkompliziert macht.

Kann ich dieselben Fotos auf allen Plattformen verwenden?

Das geht zwar, aber es ist besser, deine Fotos anzupassen. Auf Depop kommen gestylte Fotos, am Model getragen oder kreative Flatlays gut an. Bei Poshmark und eBay funktionieren saubere, helle Produktfotos vor einem neutralen Hintergrund besser.

Lohnt es sich, Kleidung bei Poshmark mit der 20%-Gebühr zu verkaufen?

Ja, wenn du die richtigen Artikel verkaufst. Das Publikum von Poshmark ist bereit, für gefragte Marken wie Lululemon oder Free People mehr zu bezahlen. Dadurch kann sich die Gebühr von 20 % lohnen, wenn dein Einkaufspreis niedrig genug ist, um eine gesunde Gewinnspanne zu erzielen.

Wie finde ich heraus, welchen Preis ich für meine Kleidung ansetzen soll?

Recherchiere immer Vergleichspreise. Suche auf der gewählten Plattform nach genau deinem Artikel (Marke, Modell, Größe) und filtere nach „Verkaufte Artikel“, um zu sehen, was Käufer tatsächlich bezahlt haben. Für schnelle Entscheidungen unterwegs kann dir eine App wie FlipTip AI sofort eine Preiseinschätzung basierend auf aktuellen Marktdaten geben.

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